Aus unserer Auseinandersetzung mit antisexistischer Praxis, dem Konzept der Definitionsmacht und Feminismus haben wir einen Workshop entwickelt. Der Workshop wird von uns nicht mehr angeboten.

Praktisch werden – Antisexistisch Rollen spielen

Sexistische Ohnmachtssituationen, das Überfordertsein, das Gefühl nicht schlagfertig genug zu sein? Wir kennen das alle. Wir wollen die Ohnmacht Wut werden lassen.

Wir haben Wut auf den Umstand, dass es Menschen gibt, die sich das Recht rausnehmen unsere Körper zu kommentieren – die unsere Grenzen anhand einer Idee von dem, was „Normal“ ist, verletzen. Wut auf solche Personen und Personengruppen, die sich eines starren und gewaltförmigen Normenkataloges bedienen – die sich durch das Abwerten anderer Menschen ihrer „Normalität“ vergewissern müssen.
Um diese Wut nicht verpuffen zu lassen, um diese Wut wahrnehmen und kanalisieren zu können, müssen wir uns austauschen – zusammenschließen. Wir wollen einen „geschützten“ Raum schaffen, indem wir üben können, wie sich bestimmte Situationen anfühlen – herauszufinden, wie Agierende empfinden könnten und wie dabei grenzüberschreitende Dynamiken mit selbstentwickelten Taktiken gebrochen werden können. Durch Rollenspiel und Reflexion kann hiermit ein Mehr an Handlungsmöglichkeiten entstehen.

Der Workshop soll Mut machen. Dass versuchen wir, indem wir uns solidarisch positionieren. So können wir erfahren, dass wir nicht als Einzelpersonen alleine stehen, sondern uns gegenseitig stärken können. Auf diese Weise können wir unsere Möglichkeiten erweitern, dem alltäglichen Sexismen etwas entgegen zu setzen, indem wir ein Bewusstsein für die eigene Handlungsfähigkeiten schaffen. Dabei streben wir kein Superheld_innen-Verhalten an, sondern wollen achtsam mit unseren Grenzen und Möglichkeiten umgehen.