Kundgebung gegen Islamismus und völkische Rechte

Wir, das Bündnis drift – feminist alliance for communism, haben am 9.9. in der Kasseler Innenstadt am Opernplatz eine Kundgebung gegen Islamismus und völkische Rechte durchgfeührt. Das Motto der Kundgebung lautete: „Für einen radikalen Feminismus! Keine halben Sachen! Fight nationalism! Fight islamism!“.Kundgebung Kassel

In Redebeiträgen wurde im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl die Stärke der AfD in Kassel, der weiterhin nicht vollständig aufgeklärte Mord an Halit Yozgat und die jährlich stattfindenden Treffen von evangelikalen AbtreibungsgegnerInnen (Marsch für das Leben) thematisiert. Neben den rechten Strukturen wurden außerdem islamistische Strukturen in Kassel, wie der türkisch-natioanlistische Verband ATIB (eine Struktur, die den faschistischen Grauen Wölfen nahe steht) kritisiert.

Das Bündnis Drift hat sich aus der Erkenntnis gegründet, dass unserem Streben nach einer befreiten Gesellschaft im Kommunismus, nach einem Leben ohne das Elend des Patriarchats zur Zeit vor allem die regressiven Vergemeinschaftungsideologien Islamismus und völkische Rechte entgegen stehen. Mit dem Rechtsruck auf der Straße, in Köpfen und Parlamenten ist in Deutschland ein virulenter und mörderischer Rassismus wieder hoffähig geworden. Wir, als kommunistische Feminist_innen, müssen uns diesem entgegenstellen, Auch, um unsere Vorstellungen von Zusammenleben, unser Recht auf Abtreibung und sexuelle Freiheiten zu schützen. Daneben besteht mit den stärker werdenden islamistischen Strukturen eine Kraft, die mit Vehemenz versucht ihre politische Ideologie sowohl in den eigenen Communities, als auch über Lobbyarbeit im Alltag durchzusetzen. Diese beiden Bewegungen sind sich dabei in ihrem Denken und ihren Vorstellungen ähnlicher als sie und andere oft meinen. Die Verwirklichung ihrer politischen Ziele würde letztendlich die Auflösung individueller Freiheit im Wahn der Zwangsgemeinschaft bedeuten. In Kassel haben wir versucht diese, oft wenig sichtbaren Strukturen, öffentlich zu machen. Die Kundgebung war dabei erst der Anfang. Als überregionaler Zusammenschluss feministischer und antifaschistischer Gruppen werden wir auch weiter aktiv in diese Themenbereiche eindringen. Im Frühjahr 2018 planen wir hierzu eine Aktivierungskonferenz.