Archiv für Mai 2013

300 Teilnehmer_innen auf antifaschistischer und feministischer Demonstration gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft

Am Abend des 24. Mai demonstrierten in Eisenach rund 300 Antifaschist_innen und Feminist_innen gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft, der vom 23. – 25. Mai in der Thüringer Stadt stattfand.
„Auch wenn die TeilnehmerInnenzahl in diesem Jahr geringer ausgefallen ist als in den letzten drei Jahren, sind wir insgesamt zufrieden. Vor allem die Grußbotschaft des DGB Jugend und der Redebeitrag der Linksjugend aus Eisenach waren für uns wichtige Signale,“ so die Sprecherin des Bündnisses, Henriette Savasci. Seit Jahren sei es dem Bündnis ein Anliegen, auf eine Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Kräften in Eisenach hin zu wirken. „Obwohl wir viel positive Resonanz gekriegt haben für unsere linksradikale Demonstration, muss dahingehend noch viel mehr passieren“, so die Sprecherin weiter. Es sei wichtig, dass die zivilgesellschaftlichen Kräfte noch mehr eigene Akzente setzen und ihre Netzwerke mobilisieren können.
Weiter in der Pressemitteilung lesen

Medienberichte gibts hier:
- linksunten.org
- Pressespiegel sowie Videos zur Demonstration

Kein Burgfrieden in Eisenach!

Auch in diesem Jahr werden wieder antifaschistische und feministische Proteste gegen den Burschentag in Eisenach stattfinden. Aus Marburg organisieren wir einen Bus zur Demonstration nach Eisenach.
Buskarten gibt es ab sofort im Havanna8 oder im Antiquariat Roter Stern für 7,- Euro zu kaufen. Weitere Details zur Abfahrtzeit und Rückfahrt stehen auf den Buskarten.

Hier die Demo-Route als pdf zum ausdrucken. Weitere Hinweise findet ihr in unserem diesjährigen Demoleitfaden.

Mobilisierungsveranstaltung in Marburg am Dienstag, den 14.05. um 20.30h im Cafe am Grün

Aufruf zur Demonstration gegen den Burschentag am 24. Mai 2013 | 20 Uhr | Hauptbahnhof Eisenach

Vom 23. bis 26. Mai 2013 kommen die Burschen der Deutschen Burschenschaft aus Deutschland und Österreich wieder einmal in Eisenach zusammen. Wieder einmal, obwohl einiges gegen einen erneuten Burschentag in Eisenach sprach: Zwei Jahre linksradikalen Protestes, der die mediale und politische Öffentlichkeit auf die alljährlichen Umtriebe der DB lenkte und Burschen und Nazis entschlossen entgegentrat.
Burschen, die sich selbst scheinbar ins politische Aus manövrierten, mit der Diskussion um den „Arierparagraphen“, Naziverherrlichung und last but not least einer Spaltung, welche nur noch die reaktionärsten der reaktionären Kräfte im Dachverband beließ – getrost kann heute von der Deutschen Burschenschaft als einem faschistischen Haufen gesprochen werden.
Schließlich die Wahl einer neuen Oberbürgermeisterin, die eigentlich eine Abschaffung des Burschentages in Eisenach hätte nach sich ziehen sollen, hatte sich doch die Linkspartei in Thüringen bereits in den Jahren zuvor gegen das alljährliche Treffen der DB ausgesprochen.
Doch auf Eisenach und seine Bürger_innen ist verlass: Auch dieses Jahr findet wie gewohnt der Burschentag der DB an heiliger Stätte im Zeichen von Wartburg und Burschenschaftsdenkmal statt. Denn er ist eng mit dem touristisch vermarkteten Selbstverständnis Eisenachs und dessen besonderer Verankerung im deutsch-nationalen Mythos verknüpft. Weiter lesen

Infos gibt es hier oder auf gegenburschentage

Weitere Infos
- Film über die Demonstration im letzten Jahr: Filmpiraten
- Pressemitteilung: Bündnis kündigt Proteste an

Fantifa

Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken

Wir wollen auf das Buch Fantifa hinweisen, was neu erschienen ist. In diesem Buch könnt ihr auch unter anderem ein Interview über uns nach lesen.

Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen „Geschichtsschreibung“ spielen sie kaum eine Rolle.
Das Buch „Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politik“ will das ändern. Es geht den Spuren nach, lässt Aktivistinnen zu Wort kommen, beleuchtet aktuelle feministische Antifa-Arbeit, erläutert inhaltliche Schwerpunkte, fragt nach, was aus Fantifa-Gruppen wurde, eröffnet einen Blick auf die Möglichkeiten männlicher antisexistischer Handlungsräume und diskutiert die fortgesetzte Notwendigkeit feministischer Perspektiven in antifaschistischer Politik.
Interviews mit Aktivistinnen werden ausführlich durch das Herausgeber_innenkollektiv eingeführt und durch Originaldokumente illustriert. Die vergangenen und aktuellen Debatten um Feminismus, Antisexismus und Antifaschismus sollen so zusammengebracht werden.

Das Buch bestellen könnt ihr hier