Archiv für September 2010

frauen in der antifa-organisation

“ wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine revolution“

Wir wollen euch herzlichst zu der Veranstaltung: frauen in der antifa-organisierung einladen:

Warum organisieren sich, wie auch in anderen Polit-Szenen, wenige Frauen* in der Antifa Arbeit? Gab es nicht mal Fantifa Gruppen in den 1990er Jahren? Wo sind die geblieben? Heute ist die Antifa-Szene doch immernoch mackerig oder hat sich da was getan? Warum scheint die Szene nicht so attraktiv zu sein für Fragen, die sich in irgendeiner Weise mit Geschlechterverhältnissen und Sexismus beschäftigen?

Wir möchten mit euch diskutieren. Warum haben sich Fantifa-Gruppen gegründet? Was haben sie gemacht? Warum gibts die nicht mehr? Wie steht es heute um die Thematisierung von Seximsus in Antifa Kreisen? Inwiefern haben sich die Geschlechterverhältnisse und damit auch die Probleme verändert?

Eingeladen sind Menschen von der Frauen-Antifa-Bar der Iniative „Faites votre jeu“ aus Frankfurt/Main
* nicht biologisch, sondern sozial-kulturell gemeint: FrauenLesbenBiTrans

Sonntag, den 24. Oktober 2010
16.30h Havanna8, Lahntor 2, Marburg

Marsch von „Lebensschützern“ gestört

Rund 800 Gegendemonstrant_innen beteiligten sich an den Aktionen des Bündnisses gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus in Berlin. Drei Kundgebungen waren unter dem Motto „1000 Kreuze in die Spree“ angemeldet worden, um der rückwärtsgewandten, patriarchalen und nationalistischen Stimmungsmache der FundamentalistInnen feministische und antisexistische Positionen entgegenzuhalten. Aufgerufen hatten antifaschistische und feministische Gruppen sowie pro familia.

>>> Pressesammlungen und Bilder von den Protesten gibt es hier

1000 Kreuze in die Spree!

Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus

Für den 18. September 2010 mobilisiert der Bun­desverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“ (in Berlin). Damit wollen die selbst ernannt­en Lebensschützer für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren.

Wir rufen dazu auf, dem Marsch der Fundamentalist_innen laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten!

Die Gruppen und Organisationen, die sich am „Schweige­marsch“ beteiligen, betrachten jeden Schwangerschaftsab­bruch als „vorgeburtliche Kindstötung“, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen und vor allem Frauen das Recht ab, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Um diese Meinung in der Öffentlichkeit zu verankern, verbreiten die selbst ernannten „Lebens­schützer“ Unwahrheiten: Sie verdreifachen die Anzahl der Abtreibungen in der BRD und warnen vor dem „Post-Abor­tion-Syndrome“, einer angeblich durch Schwangerschaftsab­brüche ausgelösten psychischen Störung.

Anders als oft angenommen, gilt eine Abtreibung in der BRD weiterhin als Straftat, die nur unter bestimmten Voraus­setzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. Wer abtreiben will, muss sich zwangsweise beraten lassen und danach drei Tage warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Das alles muss in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft ge­schehen – es sei denn, es wird eine „Gefahr für die psychische und physische Gesundheit“ der Frau festgestellt. Weiter im Aufruf

Ausführliche Infos zu den Protesten im Jahr 2009 und 2008 gibt es hier